Denkmalförderung durch Stiftungen

Eine Reihe deutscher Stiftungen hat sich der Rettung von baukulturellem Erbe verschrieben. Wo private Mittel und öffentliche Fördergelder nicht ausreichen, können sie Eigentümer:innen bei Denkmalsanierungen, - Instandsetzung oder alternativen Nutzungskonzepten unter die Arme greifen.


Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Ziel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist „die Erhaltung, die Rettung und Bewahrung unserer Kulturdenkmale“. Bei den geförderten eingetragenen Kulturdenkmalen kann es sich um Baudenkmale und deren Ausstattung, aber auch um technische Denkmale, historische Park- und Gartenanlagen, Friedhöfe, archäologische sowie Kleindenkmale handeln.

Die Stiftung unterstützt Eigentümer:innen insbesondere dort, wo der fällige Eigenanteil für eine Sanierung deren privat verfügbare Mittel übersteigt. Dabei soll die öffentliche Hand explizit nicht von ihrer Verpflichtung zum Denkmalschutz entlastet werden.

Gefördert werden insbesondere Baukosten, darüber hinaus unter Umständen aber auch Voruntersuchungs- und Planungskosten. Der Fokus liegt auf dem Erhalt der Originalsubstanz der Denkmäler. Demnach sind Neubauteile nur unter besonderen Voraussetzungen förderfähig. Präferiert werden dagegen Reparaturen unter Einsatz historischer Baustoffe und Techniken.

Die Höhe der durch die Stiftung vergebenen Zuschüsse bemisst sich nach Kriterien wie der kunst- und kulturhistorischen Bedeutung, Dringlichkeit und Umfang der Maßnahmen.

Weitere Infos zu Förderkriterien und Antragsverfahren in den Förderrichtlinien sowie auf der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.


Bingo Umweltstiftung

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung unterstützt insbesondere Denkmäler, die in einem Zusammenhang mit Natur und Umwelt stehen. Das kann durch die historische Nutzung, z. B. bei Windmühlen, oder die aktuelle Nutzung beispielsweise als Museum erreicht werden. Aber auch die grundsätzliche ökologische Bedeutung, beispielsweise im Rahmen einer die Natur- bzw. Kulturlandschaft prägenden Dorfstruktur, kann hierbei eine Rolle spielen.

Verschiedene Maßnahmen an allen im Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz benannten Denkmälern können unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Voraussetzung ist neben einem öffentlichen Interesse auch ein öffentlicher Zugang zum Denkmal sowie eine nicht ausschließlich eigennützige Nutzung. Zuschüsse werden, mit wenigen Ausnahmen, in einer Höhe von maximal 20.000 € gewährt.

Infos rund um die Förderung bei der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.


Stiftung Trias

Die Stiftung Trias hat sich den Themen „Boden“, „Ökologie“ und „Wohnen“ verschrieben. Im Bereich Denkmalschutz richtet sich die Förderung der Stiftung insbesondere an gemeinnützige Einrichtungen, die in der Denkmalpflege aktiv sind.

Privateigentümer:innen können sich insbesondere mit Fragen zu einer nachhaltigen Nutzung ihrer denkmalgeschützten Gebäude an Trias wenden. Die Stiftung unterstützt soziale und ökologische Wohnprojekte und kann helfen einen langfristigen Erhalt des alten Hauses über die eigene Generation hinaus zu sichern.

Infos zur Ausrichtung und Förderung finden Sie auf der Website der Stiftung Trias. Im Bereich der Denkmalpflege kooperiert die Stiftung mit der Interessensgemeinschaft Bauernhaus e. V..


Regionale Stiftungen

Die Sparkasse Göttingen listet im Stiftungsportal Südniedersachsen Stiftungen, die im Raum Südniedersachsen aktiv sind, darunter auch solche, die sich unter anderem dem Denkmalschutz widmen.

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