Förderprogramme Energetische Sanierung

Neben Steuererleichterungen gibt es auch einige finanzielle Hilfen bei der energetischen Sanierung im Altbau, um Energie und Heizkosten zu sparen.

Hierfür kann vor allem Förderung aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) interessant sein. Zudem gibt es mancherorts kommunale Förderprogramme, beispielsweise das "Förderprogramm Altbausanierung" im Landkreis Göttingen.

Die wichtigsten Informationen dazu hier in der Übersicht:


Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG)

2021 wurden die bis dahin bestehenden Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und dem BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) neu strukturiert und durch die „Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG)“ ersetzt. Sowohl KfW als auch BAFA bleiben weiterhin Träger. Es gibt drei Förderprogramme:

  • Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude (BEG WG)
  • Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude (BEG NWG)
  • Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Bei jeder Förderung kann zwischen Zuschuss- oder Kreditvariante gewählt werden.

Grundsätzlich gilt: Zuschüsse für Einzelmaßnahmen der BEG EM können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden, alle anderen Förderungen sind bei der KfW zu beantragen.

  • Was sind Maßnahmen zur energetischen Sanierung?

    • Dämmung der Fassade und Sonnenschutz
    • Dämmung des Daches
    • Dämmung der Kellerdecke
    • Erneuerung der Fenster und Sonnenschutz
    • Einbau oder Erneuerung einer Lüftungsanlage
    • Erneuerung der Heizung
    • Einbau einer Photovoltaik-Anlage
    • Einbau einer Solarthermie-Anlage
    • Energetische Fachplanung und Baubegleitung

+++Aktuelle Info: Nach dem vorläufigen Stopp aller KfW- Förderprogramme der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) im Januar 2022 ist die Antragstellung für die Förderung von Sanierungsvorhaben zum Effizienzhaus nun wieder möglich! +++

Förderung zum KfW-Effizienzhaus

Die KfW fördert die Sanierung zum „KfW-Effizienzhaus“. Die Höhe der Förderung ist dabei abhängig vom erreichten Standard nach der Sanierung. Die Sanierung erfolgt anhand der Kombination verschiedener baulicher und technischer Maßnahmen, vor allem aus den Bereichen Heizung, Lüftung und Dämmung. Entscheidend ist am Ende, wie hoch der Gesamtenergiebedarf der Immobilie (Kriterium Primärenergiebedarf) und wie gut die Wärmedämmung (Kriterium Transmissionswärmeverlust) ist.

Für die Beantragung von KfW-Fördermitteln ist die Begleitung durch einen zertifizierten Energieberater übrigens zwingende Voraussetzung. Für diese Baubegleitung kann dabei ebenfalls Förderung beantragt werden. Ebenfalls ist die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSEP) möglich, der die schrittweise Sanierung zum Effizienzhaus in einem Zeitraum von bis zu 15 Jahren ermöglicht. Dafür gibt es einen Förderbonus von 5%.

KfW-Effizienzhaus Denkmal

Um den Auflagen des Denkmalschutzes gerecht zu werden, gibt es bei der energetischen Sanierung von Baudenkmälern vereinfachte Fördervoraussetzungen. So wird nicht nur die Komplettsanierung zum „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ gefördert, sondern auch die Teilsanierung durch Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel der Austausch von Fenstern. Des Weiteren darf ein KfW-Effizienzhaus Denkmal einen bis zu 60 Prozent höheren Gesamtenergiebedarf aufweisen als ein Standard-Energieeffizienzhaus.

Die besonderen Förderbedingungen gelten nicht nur für Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, sondern auch für „Gebäude mit sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz“, zum Beispiel durch die Lage in einem Sanierungsgebiet oder durch die Zugehörigkeit zu einem Denkmalensemble. Eine Auskunft und Bestätigung darüber erteilt die zuständige Kommune.

Energieeffzienz-Experten im Umkreis, die für den Denkmalschutz qualifiziert sind, sind bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) verzeichnet. Dort bei der Suche die Option "KfW-Effizienz­haus Denkmal (und besonders erhaltens­werte Bau­substanz)" anwählen.

  • Wie hoch ist die Förderung?

    Die Förderung erfolgt anhand der Gewährung von Krediten oder Investitionszuschüssen. Der Tilgungszuschuss reduziert den rückzahlbaren Kreditbetrag.

    Neu ist die Kategorie „Effizienzhaus Denkmal mit Erneuerbarer-Energien-Klasse“. Tragen Erneuerbare Energie zu mindestens 55 % zur Wärmeversorgung des Gebäudes bei, gelten hier erhöhte Fördersätze. Dafür wird ein Kredit (KfW-Programm 261) von bis zu 150.000 € mit einem Tilgungszuschuss von 30 % gewährt bzw. ein Investitionszuschuss (KfW-Programm 461) von bis zu 45.000 €. In der „klassischen“ Kategorie „Effizienzhaus Denkmal“ wird ein Kredit von bis zu 120.000€ mit einem Tilgungszuschuss von 25% gewährt oder ein Investitionszuschuss von bis zu 30.000€.


Förderung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung

Zuschüsse für Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Kredite für Einzelmaßnahmen können über das KfW-Programm 262 beantragt werden.

Hier geht es zur Liste der förderfähigen Einzelmaßnahmen. Die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten ist ebenfalls Pflicht.

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