Förderung im Bundesprogramm Aller.Land
1,3 Mio. Euro für Lernbaustellen in Südniedersachsen
Der Landkreis Northeim hat in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göttingen, dem Verein Werk-statt-Schule e.V. und dem Fachwerk5Eck einen Meilenstein erreicht:
Das gemeinsame Projekt „Lernbaustellen – Ideen für verlassene Orte“ erhält eine Förderung von rund 1,3 Millionen Euro im Rahmen des Bundesförderprogramm Aller.Land. Damit ist das Projekt Teil von 30 ausgewählten Projekten bundesweit. Über 1.000 Projekte hatten sich ursprünglich für das Bundesprogramm beworben.
Die Projektlaufzeit beträgt insgesamt 5 Jahre. Träger des Projekts ist der Verein Werk-statt-Schule e.V.
Im März 2025 konnte das Projekt die Jury im Rahmen eines Jurybesuches überzeugen. Jetzt wurde die Entscheidung offiziell bekannt gegeben:
„Ihr Projekt ‚Lernbaustellen - Ideen für verlassene Orte‘ wird den Förderzielen von Aller.Land in besonderer Weise gerecht. Sie haben die Jury überzeugt, dass Ihr Vorhaben einen wesentlichen Beitrag dazu leisten kann, Kultur, Beteiligung und Demokratie in Ihrer Region zu stärken und nachhaltige Strukturen aufzubauen“.
Projekt „Lernbaustellen – Ideen für verlassene Orte“
Mit dem Projekt „Lernbaustellen – Ideen für verlassene Orte“ startet in den Städten des Fachwerk5Ecks eine neue Initiative zur Belebung von Leerstände in den historischen Altstädten. Im Mittelpunkt stehen Veranstaltungen und Workshops, die für alle Interessierten offen sind. Zudem können auch Akteure aus den umliegenden Orten in beiden Landkreise aus dem Projektefond profitieren.
Landrat Marcel Riethig hebt die interkommunale Zusammenarbeit und die Stärkung der Kulturlandschaft hervor. Maik Schwartau vom Projektträger Werk-statt-Schule e.V. sieht darin eine Chance zur Vertiefung regionaler Netzwerke und zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit.
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel betont: „Das Projekt ‚Lernbaustellen – Ideen für verlassene Orte‘ ist ein kluges Projekt für die Region. Es ermöglicht den Menschen vor Ort, sich aktiv zu beteiligen, gemeinsam kreative Ideen zu entwickeln und neue Perspektiven für bislang vernachlässigte Orte zu schaffen. So stärkt es nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch die demokratische Kultur vor Ort“.
Förderprogramm Aller.Land
Ziel des Programms „Aller.Land“ ist es, mit kulturellen, künstlerischen und kreativen Vorhaben den Zusammenhalt auf dem Land zu fördern und durch Bürgerbeteiligung die Demokratie vor Ort zu stärken. Es richtet sich an ländliche, insbesondere strukturschwache ländliche Regionen in ganz Deutschland.
Für die Umsetzung der Projekt-Vorhaben stellt der Bund von 2025 bis 2030 insgesamt 45 Millionen Euro zur Verfügung, für jedes Projekt bis zu 1,5 Millionen Euro. Die Länder und Kommunen beteiligen sich mit einer Kofinanzierung von 10 Prozent.
