Dorfmoderation

Gerade die kleinen Dörfer in Südniedersachsen stehen aktuell vor großen Herausforderungen: der Dorfladen schließt, der Bus fährt selten und die jungen Menschen zieht es in die Städte. Was braucht es, damit ein Dorf lebenswert bleibt und wie kann das erreicht werden?

In Südniedersachsen können sich Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner zu Dorfmoderator:innen qualifizieren lassen. Dabei erlernen sie Methoden und Kompetenzen, um die Zukunft ihres Dorfes selbst in die Hand zu nehmen. Die Qualifikation ermöglicht es ihnen, in Zusammenarbeit mit Ortsrat, Vereinen und den Dorfbewohner*innen, kreativen Ideen von der Mitfahrbank bis zum Erzählcafé zum Erfolg zu verhelfen.

Im Modellprojekt „Dorf ist nicht gleich Dorf – Dorfmoderation Südniedersachsen“ erarbeiteten die Landkreise Göttingen, Goslar, Holzminden und Northeim zwischen 2017 und 2020 gemeinsam mit wissenschaftlichen und pädagogischen Partnern ein Konzept für die Qualifizierung von Dorfmoderator:innen. Dieses Konzept wurde verstetigt und die beteiligten Landkreise haben dafür eine „Vernetzungsstelle Dorfmoderation“ mit einem 0,5-Stellenanteil geschaffen.

Mittlerweile konnten ca. 180 Dorfmoderator*innen in Südniedersachsen nach dem Curriculum „Dorf ist nicht gleich Dorf“ qualifiziert werden. Diese Möglichkeit der Kompetenzerweiterung soll jährlich mit zwei Durchgängen (1xFrühjahr/ 1x Herbstt) etabliert werden. Die Qualifizierung ist für Bürger*innen kostenfrei, es muss jedoch eine vorherige Abstimmung mit Bürgermeister*in/Ort- oder Gemeinderat erfolgen.

Informationen zum Kurs erhalten Interessierte beim Landkreis Göttingen:
Frau Margitta Kolle, Tel.: 0551-525-2626, E-Mail: kolle@landkreisgoettingen.de

Weitere Informationen:
www.dorfmoderation-sn.de

www.youtube.com/watch?v=cULCns40ymk

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